Freudiges Zusammenliegen auf Sand

 

Die Eröffnung unseres neuen Projektes ABATON rückt immer näher. Viele Mauern sind bereits besprayt, in jeder Ecke ist etwas Neues entstanden. Doch noch ist nicht alles fertig. Daher arbeiten unsere freiwilligen Helfer rund um die Uhr an ihren kleinen und großen Projekten.

 

Ulrich, 17, ist einer von ihnen. Von der SINNLICHKEIT im letzten Jahr war er so überwältigt, dass er selber mit anpacken wollte und unterstützt seitdem den Kulturanker. Bis zum Nachmittag sitzt er in der Schule, danach geht es zur JVA. Sieben Tage die Woche kommt er in den Knast, um sein Projekt zu verwirklichen. Es entsteht ein Strand im Innenhof, mit Volleyballfeld und selbstgebauten Möbeln.

Hier gibt er uns einen kleinen Einblick hinter die Mauern der JVA.

 

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Wie bist du auf dieses Projekt gekommen?

Bei der SINNLICHKEIT im letzten Jahr gab es die Schlemmerbucht. Dort konnte man sich was zu essen kaufen. Und auf dem Boden war überall Sand. Ich finde Sand als Rohstoff sehr angenehm, es gibt nichts Schöneres als barfuß über den Strand zu laufen. Daher wollte ich auch etwas mit Sand machen.

Du arbeitest alleine an dem Strand-Projekt?

Ja, ich habe alles organisiert und umgesetzt. Allerdings habe ich mir Hilfe beim Sand schleppen geholt. Die ersten 15 Tonnen Sand wurden nämlich vor den Toren der JVA abgeladen.

 Wieviel Sand ist das hier insgesamt?

Das sind 30 Tonnen. Die wurden von der Firma STORK Umweltdienste angeliefert.

Wie bestellt man denn Sand?

Ich habe im Internet gesucht. Ganz einfach „Sand kaufen in Magdeburg“. Dann habe ich Angebote verglichen. 300 Euro standen mir zur Verfügung für mein Projekt.

Du bist noch dabei den Sand auszulegen. Wenn du damit fertig bist, was soll hier noch entstehen?

Ein Volleyballfeld. Das schaffe ich aber vielleicht nicht zu Eröffnung. Daran werde ich wohl noch länger bauen. Und auf jeden Fall Liegestühle für ein freudiges Zusammenliegen auf Sand.

Du baust auch gerne Möbel…

Ich würde mich jetzt nicht als Holzfetischist bezeichnen, aber ich finde Holz einfach geil. Es ist nachhaltig und stabil. Du kannst es leicht entsorgen; einen Holzstuhl kannst du einfach in den Wald stellen.

 

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Wofür steht der Kulturanker für dich?

Für freundliche, offene Leute. Wir sind wie eine kleine Hippi-Komune in der Stadt.

Was ist besonders am neuen Projekt ABATON?

Natürlich wieder die Gefängnis-Atmosphäre. Aber auch, dass es weniger Veranstaltungen sind. So freut man sich auf die einzelnen Projekte längerfristig. Und wir werden zwischen den Veranstaltung neue Sachen bauen. ABATON ist ein progressiver Wachstumsprozess. Das Projekt entwickelt sich. Man wird also jedes Mal sehen: Ahoi, Veränderung!

 

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