Johanna Failer

In der ehemaligen JVA Magdeburg möchte ich das mich Umgebende malen, also die Wände der Zellen, die sicheren Türen, die vergitterten Fenster. Dabei interessiert mich weniger das Spektakuläre einer Gefängnisarchitektur, als die bestimmten Räume an sich, in ihrer zurückhaltenden Farbigkeit, ihren Wandtexturen und im Schein des einfallenden Sonnenlichts. Die vor Ort entstandenen Bilder sollen dann ausgestellt werden.

Es wird sich dabei um kleinere Formate und unaufgeregte, ruhige Bildausschnitte handeln. Die Bilder, die ich malen möchte, sollen – ohne sich aufzudrängen – tief in das sinnliche Empfinden des Betrachters dringen und Erkenntisprozesse evozieren.

Auch in einer modernen, städtisch-anonymen Welt, die nur zu oft für seelisch leergefegt geglaubt wird, gibt es Sinnlichkeit. Diese Sinnlichkeit – vielleicht eine neue Sinnlichkeit – liegt schlummernd verborgen.

Von einer kleinen alltäglichen Schönheit, einem kurzen Aufhorchen nur geweckt brodelt sie hervor, gerade wenn wir mitten im Trubel stehen. Oder zwischen den Dingen. Oder an Orten, wo wir sie gar nicht vermuten.

 

Johanna Failer

*1993 in Wertingen (Bayern)

 

2011

Abitur in Dillingen an der Donau

 

seit 2012

Studium Bildende Kunst, HfBK Dresden,

Klasse Prof. Macketanz

 

Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

 

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